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HAUSEN (SKY): Lilith Stangenberg und Regisseur Thomas Stuber im Interview


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Pünktlich zu Halloween präsentiert Sky mit HAUSEN eine faszinierend düstere Haunted-House-Serie, wie es sie im deutschen Fernsehen noch nicht gab.
 
Regisseur Thomas Stuber ("In den Gängen") verdichtet darin Horror, Mystery und Drama zu einem klaustrophobischen Kammerspiel in einem maroden Plattenbau. In den Hauptrollen sorgen Charly Hübner, Lilith Stangenberg, Alexander Scheer, Tristan Göbel und Daniel Sträßer für Gänsehaut.
 
Eine schauspielerische Herausforderung, die garantiert auch bei den Dreharbeiten viel Kraft gekostet hat.
 
Unsere Reporterin Marieluise Albrecht hat deshalb Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg zum virtuellen Interview getroffen und von ihr erfahren, wie es am Set eines Horrorfilms tatsächlich zugeht.
 
 
 
 
 
 
Aber auch Regisseur Thomas Stuber hatte mit einigen Hürden bei der Umsetzung dieses Großprojektes zu kämpfen.
 
Welche das waren und warum er auf HAUSEN ganz besonders stolz ist, könnt ihr im nachfolgenden Interview nachlesen.
 
 
 
Was war die größte Herausforderung bei der Umsetzung von HAUSEN?
 
Erstmal ein leerstehendes Haus oder einen großen Gebäudekomplex für die Dreharbeiten zu finden. Man denkt im Osten von Deutschland steht schon irgendwas leer. Das ist allerdings in 2019/2020 überhaupt nicht mehr so. Das war die erste Hürde, die wir bewältigen mussten.
 
Etwas zu finden, das so fantastisch und verwinkelt, aber gleichzeitig geheimnisvoll ist. Klassische Plattenbauten sind nämlich für gewöhnlich sehr einfach konstruiert. Irgendwann sind wir dann aber doch fündig geworden. Bei einem ehemaligen Krankenhaus, das wir zu einem Wohnblock umfunktioniert haben.
 
Ansonsten rechnet man natürlich mit allen möglichen Schwierigkeiten. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran, dass nicht alles glatt läuft.
 
Das einzige was ich mir vor den Dreharbeiten nicht ausmalen konnte, war die Zeit, die wir dort alle verbringen würden. Irgendwann befindet man sich nämlich in der Mitte eines solchen Mammutprojektes und sieht den Anfang nicht mehr, aber auch nicht das Ende. Und das war richtig hart für uns. Weil wir dadurch tatsächlich plötzlich in einer Art Hausenwelt gefangen waren.
 
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Wie muss man sich die Stimmung am Set bei einem Horrordreh vorstellen?
 
An einem Filmset sieht man ja grundsätzlich immer, wie alles gemacht wird. Sei es bei einem Mord oder den Horroreffekten. Diese Szenen setzen sich bekanntlich ganz oft aus verschiedenen Schnitten zusammen. Außerdem ist beim Horror ein ganz wichtiger Aspekt der Ton, der erst später hinzugefügt wird. Mit anderen Worten: Beim Drehen hat man oft das Gefühl, man ist am Set von einer Komödie.
 
Weil das alles vor Ort gar nicht so schlimm aussieht. Und in den Pausen wird auch mal rumgespaßt oder generell gute Laune verbreitet. Wenn es dann allerdings zum Drehen kommt, sind wir hochkonzentriert. Dann ist auch Ruhe und alle Unbeteiligten müssen das Set verlassen. Weil die Darsteller sich in die richtige Stimmung bringen müssen.
 
Eine große Qualität von HAUSEN finde ich ist übrigens, dass wir in der Serie neben den Effekten, die sowohl digital, als auch am Set super gelungen sind, hervorragende Schauspieler haben. Zum Beispiel Charly Hübner, Alexander Scheer oder Lilith Stangenberg, die ein ganz tolles Horrorfeeling vermitteln.
 
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Haben Sie das Gefühl, dass deutsche Horrorfilme- und Serien mit Vorurteilen zu kämpfen haben? Wenn zum Beispiel Deutschland anstelle von USA als Herstellungsland angegeben ist?
 
Ja, dieses Vorurteil ist mir und auch weitläufig bekannt. Das Genre kennt man in Deutschland nicht wirklich. Das hat einerseits etwas mit Können zu tun, andererseits aber auch mit Geld. Deshalb wird man hierzulande von großen amerikanischen Horrorfilmproduktionen überschwemmt.
 
Und natürlich auch von ganz tollen japanischen und koreanischen Genrefilmen. Das Genre steckt in Deutschland einfach noch in den Kinderschuhen. Deshalb werden derzeit auch nicht viele Filme dieser Art produziert. Was eigentlich merkwürdig ist.
 
Weil in den Anfangszeiten des deutschen Kinos, also in den 20iger Jahren, ich erinnere an zb. Fritz Lang oder Friedrich Wilhelm Murnau, als Deutschland Vorreiter in Sachen Kino war und mindestens gleichberechtigt mit Hollywood, der Horrorfilm ganz groß gewesen ist. Hierzulande ist das Genre quasi aus der Taufe gehoben worden. Da hätte man eigentlich nur anknüpfen müssen.
 
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Warum ist HAUSEN aus Ihrer Sicht so gelungen?
 
Das müssen andere beurteilen. Wenn ich gefragt werde, bin allerdings sehr stolz auf das, was wir geschaffen haben. Ich habe während der Produktion jedenfalls wahnsinnig viel Spaß gehabt.
 
So ein Dreh ist für einen Regisseur wie ein Spielkasten. Da kann man mit diesen oder jenen Effekten rumspielen. Das ist natürlich erstmal ganz toll. Ob das allerdings so funktioniert hat und HAUSEN beim Publikum ankommt, wird man sehen. Ich hoffe das sehr, aber das kann ich im Vorfeld nicht beurteilen.
 
Für welche Zielgruppe haben Sie die Serie gemacht? Wer sollte sich HAUSEN ansehen?
 
Am besten alle. Außer natürlich die zu jungen Zuseher. Es gibt nämlich schon eine gewisse Altersbeschränkung. Ansonsten finde ich, dass HAUSEN für jeden etwas zu bieten hat. Durch die Vielzahl an Charakteren ist HAUSEN erstmal eine Ensemble-Horror-Serie. Das ist in diesem Genre schon sehr speziell.
 
Fast so wie bei Hospital der Geister oder ähnlichen Produktionen. Neben dem Horror ist aber auch Drama dabei. An manchen Stellen ist die Serie sogar lustig. Teilweise auch ziemlich Strange, wie bei den Coen Brothers. Deshalb hat HAUSEN eigentlich gar keine Beschränkung auf eine bestimmte Zielgruppe.
 
 
 
Die vielschichtig angelegte Serie, die eine große visuelle und erzählerische Kraft hat, wird am Wochenende vor Halloween auch einen Platz auf der großen Leinwand finden!
 
Gemeinsam mit AV Visionen und Lago Film präsentiert Sky die ersten beiden Episoden der Serie am 22. & 23. Oktober bundesweit in mehr als 100 Kinos.
 
Ab dem 29. Oktober 2020 läuft die Horror-Mystery-Serie dann täglich ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen auf Sky Atlantic sowie als komplette Staffel auf Sky Ticket und über Sky Q auf Abruf.
 
 
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